Am 6. Mai dieses Jahres wur­den im Papil­io­ra­ma in Kerz­ers zwei Krabben­waschbären geboren. Das Papil­io­ra­ma ist ein­er der weni­gen Zoos in Europa, welche diese Art hal­ten und ins­beson­dere auch zücht­en. Es ist die zweite Geburt dieser Art im Papil­io­ra­ma. Genauer gesagt im Noc­tura­ma. Die Zukun­ft von Krabben­waschbären in den zool­o­gis­chen Gärten ist jedoch mehr als ungewiss.

Der Krabben­waschbär ist ein Cousin des bekan­nten nor­damerikanis­chen Waschbärs. Dieser ist in Europa eine inva­sive Art und die Europäis­che Union hat kür­zlich die Hal­tung ver­boten. Die Art wird deshalb früher oder später in Zoos nicht mehr zu sehen sein.

Der Krabben­waschbär ist ein typ­is­ches und häu­figes Tier der amerikanis­chen Tropen. Es ist ver­bre­it­et von Cos­ta Rica bis nach Uruguay, kann sich an ver­schiedene Leben­sum­stände anpassen, lebt aber immer in der Nähe von Gewässern in Form von Flüssen, Teichen oder auch Man­groven. Der Krabben­waschbär passt sich aber sehr viel schlechter an men­schlich­es Umfeld an als sein Cousin aus Nor­dameri­ka.

Er isst vornehm­lich Krus­ten­tiere, daher auch sein Name, ist aber eigentlich ein Alles­fress­er, der auch Amphi­bi­en, Früchte und Schild­kröteneier mag. Der Krabben­waschbär ist nach­tak­tiv und eher ein Einzel­gänger. Im Noc­tura­ma verträgt sich die Fam­i­lie vor­läu­fig gut; dies kön­nte sich ändern, wenn die Jun­gen erwach­sen wer­den.

Ob die Pop­u­la­tion im Papil­io­ra­ma noch län­gere Zeit beste­hen wird, hängt vom Entscheid des Koor­di­na­tors der Waschbären des Europäis­chen Ver­bands für Zoos und Aquar­ien (EAZA) ab.

Falls sich die EAZA gegen die Hal­tung von Krabben­waschbären entschei­det und das Papil­io­ra­ma die Art aus päd­a­gogis­chen Grün­den nach wie vor hal­ten möchte, so kann die Stiftung immer noch die Zusam­me­nar­beit mit nor­damerikanis­chen Zoos suchen, um die genetis­che Gesund­heit der Gruppe aufrechter­hal­ten zu kön­nen.

Zwei Krabbenwaschbären schauen in die Kamera.

Shipstern

Wir schützen 400 kmTropenwald in Belize.

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