Systematik

Ord­nung Ciconi­iformes
Fam­i­lieThreskior­nithi­dae
Unter­fam­i­lie
Gat­tungAja­ia
ExpèceAja­ia aja­ja

Beschreibung

Der Ros­alöf­fler ist ein gross­er Vogel mit ein­er Flügelspan­nweite von 80 cm und einem durch­schnit­tlichen Kör­pergewicht von 1 kg. Die Rück­en­par­tien des Ros­alöf­flers sind weiss, die Flügel und Brust­seite haben eine rosarote Fär­bung. Die für Schre­itvögel typ­is­chen lan­gen Stelzen­beine sind kräftig schar­lachrot gefärbt. Schn­abel und Kopf sind grau bis schwarz, der Schn­abelansatz hat einen gel­ben Fleck­en. Typ­isch für diese Art ist die Form des Schn­abels, der wie ein Löf­fel geformt ist. Beim Ros­alöf­fler sind der Hals und die Beine im Flug aus­gestreckt.

Biologie

Rosa Löf­fler leben in grossen Kolonien. Manch­mal brüten sie gemein­sam mit Rei­h­ern und Wald­störchen. Die Ros­alöf­fler ernähren sich von kleinen Fis­chen, Krus­ten­tieren und Insek­ten. Sie haben einen beson­ders feinen Tastsinn und sieben die Nahrung durch Hin- und Her­be­we­gun­gen des Schn­abels aus dem Wass­er. Für ihr prachtvoll rosa gefärbtes Gefieder brauchen sie karotenoidre­iche Nahrung. Rosa Löf­fler bauen ihr Nest in dichter Veg­e­ta­tion ober­halb der Wasser­ober­fläche. Die 3 bis 5 Eier wer­den von den monoga­men Part­nern gemein­sam aus­ge­brütet. Nach ein­er Brutzeit von 21- 23 Tagen schlüpfen die Jun­gen. Sie wer­den zunächst von den Eltern­tieren mit aus­gewürgter und vorver­dauter Nahrung ver­sorgt, bis sie aktiv die Nahrung aus dem Schn­abel der Eltern ent­nehmen kön­nen. Nach acht Wochen sind die Tiere flügge und kön­nen fliegen.

Lebensraum

Das Ver­bre­itungs­ge­bi­et des Ros­alöf­flers erstreckt sich vom Süden der USA durch Zen­tralameri­ka und die Karibik  bis nach Argen­tinien. Der Ros­alöf­fler ist ein typ­is­ch­er Bewohn­er der war­men, son­ni­gen Feucht­ge­bi­ete Flori­das, beson­ders der Ever­glades. Diese Kolonien über­win­tern jedoch nicht in Flori­da son­dern ziehen nach Chile oder Argen­tinien. Sie bevorzu­gen Man­groven­wälder und Sümpfe mit Salz- oder Brack­wass­er.

Bedrohung

Der Ros­alöf­fler galt früher als bedro­ht. Noch vor hun­dert Jahren war er am Rande der Aus­rot­tung. Die Fed­ern dieses schö­nen Tieres wur­den von Mod­e­schöpfern für ihre Kreatio­nen ver­wen­det und mit dem dreifachen des Gold­w­ertes bezahlt. Heute wird er durch Beja­gung in seinen Win­terquartieren bedro­ht, ist jedoch in den USA geschützt. Der Gesamtbe­stand wird auf 100’000 bis 250’000 Tiere geschätzt. Heute ist die Zer­störung seines Leben­sraumes eine grössere Bedro­hung für den Ros­alöf­fler als die Jagd. Durch die Ver­bau­ung von Küstenge­bi­eten gehen wertvolle Habi­tate wie Man­groven­sümpfe ver­loren und damit ver­schwindet auch der Ros­alöf­fler. Trotz­dem ist die Art nicht akut bedro­ht und die IUCN stuft die Art als unge­fährdet ein. Ros­alöf­fler gehören zu den Beutetieren von Alli­ga­toren. Der Ros­alöf­fler kommt unter anderem auch im Papil­io­ra­ma-Reser­vat Ship­stern in Belize, Zen­tralameri­ka vor (www.itcf.ch). Durch das Reser­vat kann das Papil­io­ra­ma neb­st der Zucht zur Arter­hal­tung in der Schweiz auch direkt im Ver­bre­itungs­ge­bi­et zum Schutz dieser Tier­art beitra­gen.

Shipstern

Wir schützen 400 kmTropenwald in Belize.

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