Systematik

Ord­nungRoden­tia
Fam­i­lieEreth­i­zon­ti­dae
Unter­fam­i­lie
Gat­tungCoen­dou
ArtCoen­dou pre­hen­silis

Früher vere­inigte man die Baum­stach­ler (Neue Welt) ganz selb­stver­ständlich mit den Stachelschweinen (Alte Welt) zu ein­er Gruppe. Bei­de gehören zwar zur Unterord­nung der Stachelschwein­ver­wandten, haben aber auss­er dem Stachelk­leid nicht viel gemein­sam. Stachelschweine haben viel län­gere Stacheln als Baum­stach­ler, besitzen aber keine Wider­hak­en an deren Enden. Ausser­dem sind Stachelschweine Boden­be­wohn­er, während Greif­s­tach­ler Baum­be­wohn­er sind.

Beschreibung

Der Kör­p­er des Greif­s­tach­lers ist mit kurzen, lock­er sitzen­den Stacheln aus­ges­tat­tet, mit denen sich das Tier zu vertei­di­gen weiss. Die Fellfär­bung ist gelb­braun, die Stacheln sind schwarz-weiss und besitzen kleine Wider­hak­en. Seine kräfti­gen Extrem­itäten und die lan­gen Krallen helfen dem Greif­s­tach­ler, in den Bäu­men zu über­leben. Sein Gewicht beträgt etwa 1-4 kg. Greif­s­tach­ler sind sehr kurzsichtig, was durch einen aus­geze­ich­neten Geruchssinn kom­pen­siert wird. Daher ist die Nase dieser Tiere ausseror­dentlich gross.

Biologie

Die Greif­s­tach­ler sind geschick­te Klet­ter­er und kön­nen sich mit ihrem Greif­schwanz an den Ästen sich­ern. Den Tag ver­brin­gen sie im dicht­en Laub der Baumkro­nen oder in hohlen Bäu­men, Baum­stümpfen und Erd­höhlen. Sie sind nach­tak­tive Einzel­gänger. Untere­inan­der sind sie sehr stre­it­süchtig. Manch­mal sind sie aber auch als Paar mit ihrem Nach­wuchs anzutr­e­f­fen. Auf dem Speisezettel der Greif­s­tach­ler ste­hen Blät­ter, Borke, Äste, Früchte, Wurzeln und Nüsse. Als Nageti­er muss der Greif­s­tach­ler seine Zähne regelmäs­sig abnutzen beispiel­sweise durch das Nagen von Holz. Die Weibchen brin­gen meis­tens nur ein Junges zur Welt. Das Junge ist bei der Geburt schon sehr gross; seine Länge entspricht einem Drit­tel der­jeni­gen der Mut­ter. Das Jungti­er ist rötlich behaart und seine Stacheln sind noch weich und biegsam. Es begin­nt schon sehr früh mit der Auf­nahme fes­ter Nahrung, neb­st der Mut­ter­milch.

Lebensraum

Als Heimat dienen die Tropen­wälder Südamerikas von Venezuela und Guyana bis Brasilien und Bolivien, sowie Trinidad. Der eigentliche Greif­s­tach­ler lebt sowohl im tro­pis­chen Tieflan­dregen­wald als auch in Bergre­gen­wäldern in Höhen von über 2’000 m. Gele­gentlich taucht er auch an Wal­drän­dern auf und macht sich über Getrei­de­felder her.

Bedrohung

Greif­s­tach­ler haben ein aus­gedehntes Ver­bre­itungs­ge­bi­et und ver­mut­lich einen grossen Bestand, zum Teil auch in geschützten Reser­vat­en. Zudem sind sie bis zu einem gewis­sen Grad tol­er­ant gegenüber Verän­derun­gen ihres Leben­sraums. Aus all diesen Grün­den sind Greif­s­tach­ler nicht bedro­ht. Trotz den Stacheln ler­nen manche Tiere, zum Beispiel der Jaguar, wie man Greif­s­tach­ler über­wälti­gen kann. Manch­mal wer­den Greif­s­tach­ler auch von Ein­heimis­chen wegen ihres Fleis­ches gejagt.

Shipstern

Wir schützen 400 kmTropenwald in Belize.

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